| DIE FLORA |
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An den Kiesbetträndern trifft man einen ersten Landstrich, in dem keine wirklich strukturierte Vegetation erkennbar ist. Wenn man auf der Schotterdecke weitergeht, kann man die ersten "Pionierpflanzen" und die am wenigsten anspruchsvollen Pflanzen beobachten. Sie dringen mit ihren Wurzeln tief in Kies und Sand ein, und dank einer Reihe nützlicher Anpassungen zur Speicherung der wenigen vorhandenen Feuchtigkeit, eine Fähigkeit, die sich mit der Zeit entwickelt hat, ist es ihnen möglich, auch derart feindliche Naturräume langsam zu erobern. In den ersten Phasen dieses schwierigen Prozesses sind vor allem Flechten und Moose aktiv, gefolgt von spärlichen Sträuchern und Gräsern, die als vereinzelte Stengel oder Kissen wachsen. Die Anwesenheit von Moos auf einem so durchlässigen Boden darf nicht verwundern, da Moos zum Überleben nur wenig oberflächliches Wasser benötigt, dieses zumindest im Frühling und Herbst. Typische Pflanzen des Kiesbettes sind:
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![]() Brassica (Foto Vaccher) |
Der primitive Magredo In diesem Landstrich gibt es keine durchgehende Vegetation, aber die Dichte der Horstgräser und der Polsterpflanzen schließt allmählich die Lücken, bis die Vegetation langsam in eine trockene Wiese übergeht. Zwergsträucher, Polsterpflanzen und Gräser mit Blättern lederartiger Beschaffenheit und mit niedrigen holzigen und kriechenden Trieben und Ausläufern werden Chamäphyten genannt. Sie bilden kleine Vegetationskissen und -flecken, die sich auf dem Kies ausdehnen. Vom Hochwasser verschont gebliebenen Gräser und Sträucher konnten den lockeren Kies festigen und stabilisieren und bei ihrem Absterben zur Bildung einer sehr dünnen Schicht fruchtbaren Bodens mit Humus beitragen. Typische Pflanzen des primitiven Magredos sind:
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![]() Fioritura Marzo-Aprile (Foto Vaccher) |
Diese Wachstumsprozesse führen allmählich zur Festigung einer durchgehenden Grasnarbe und zur Bildung einer ersten Schicht ziemlich fruchtbaren Bodens auf der Oberfläche, der schließlich durch Oxidation und Hydrolyse der eisenhaltigen Minerale zum völlig entkalkten Boden wird. Dort, wo der Mensch mit leichter Düngung und regelmäßigem Mähen eingreift, kann sich die Situation schnell entwickeln und es können sich durchgehende pflanzenreiche Wiesen mit anspruchsvolleren Pflanzenarten und guten Futterpflanzen bilden. Die Prärien des entwickelten Magredo rufen uns ins Gedächtnis zurück, wie die Landschaft der ungarischen Puszta einst ausgesehen haben muß. Typische Pflanzen des entwickelten Magredo sind:
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